Sammeln | Bewahren | Forschen | Vermitteln
Fotosammlung
Auf den bereits erfassten Original- und digitalisierten
Fotos - überwiegend aus Privatbesitz - wird dokumentiert,
wie Menschen des 20. Jahrhunderts in ihrer Kindheit
spielten, wie sie zur Schule kamen, Klassenfahrten
machten, Abschlussfeste feierten, Lehrlinge oder
Student/inn/en wurden, in Arbeitsbrigaden tätig
waren, an politischen Demonstrationen und
Veranstaltungen teilnahmen, Familien gründeten,
Hochzeit und Kindstaufe, Ostern und Weihnachten
feierten, Dorf- und Stadtfeste besuchten, Ausflüge
und Urlaub machten usw.
Der stetig wachsende Bestand umfasst zusätzlich
Fotoalben und div. Diapositiv-Alben aus dem DDR-Alltag.
Wir sind immer interessiert an historischen Fotos, Dokumenten, die
Auskunft über die Geschichte Lutherstadt Wittenbergs,
Mitteldeutschlands und der DDR geben. Wir nehmen sie gerne in
unsere Sammlung auf oder fertigen Reproduktionen an, so dass Sie
Ihre Originale wieder mitnehmen können. Die Unterlagen oder
Objekte können dann für unsere Forschungen und
Veröffentlichungen über die Geschichte Mitteldeutschlands dienen.
Dokumentensammlung
Unter den Tausenden von Dokumenten, die
Zeitzeug/inn/en der Sammlung schenkten
oder die vor dem "Entrümpeln" geborgen
werden konnten, findet sich vom
Arbeitszeugnis über die Hochzeitszeitung bis zur
Aktivistenurkunde vieles andere mehr.
Bei den Dokumenten nimmt der Bereich "Arbeit" vor
dem der "Freizeit" und den anderen 12 Gliederungsschwerpunkten
den größten Raum der bereits erfassten Archivalien ein.
Zeitungen, Zeitschriften und Prospekte seit 1900 sind ebenfalls
archiviert, darunter z. B. die "Illustrierte Roman-Welt" von 1927/28,
"Frauen-Worte" von 1944 sowie aus verschiedenen Jahren diverse
Versandhauskataloge & Zeitschriften, wie z.B. NBI, Das Magazin,
Guter Rat, Kultur im Heim, PRAMO, Bummi, Frösi.
Lebensgeschichtliche Sammlung
Dazu der Historiker Prof. Dr. Alf Lüdtke, Max-Planck-Institut für
Geschichte, Göttingen, und Universität Erfurt, nach einem Besuch
des Hauses: „Ganz wichtig scheint mir ...die Parallelpflege und
Weiterentwicklung von Text- und Bildquellen sowie von
Sachzeugnissen. Dieses ist eine Kombination, die ja üblicherweise
nicht zusammengeht: Entweder ist es das Museum oder die
Sammlung. Aber eine gemeinsame Institution mit den
intensiven Vernetzungsmöglichkeiten ist ja
regelmäßig gerade nicht vorgesehen! Diese
Chance sollten Sie vielleicht noch stärker
sehen bzw. zu nutzen und auch zu
präsentieren versuchen.“
So sind Lebensgeschichten von Menschen
unterschiedlicher Generationszugehörigkeit
und sozialer
Schichten, welche die Weimarer Republik, die
SBZ und die DDR miterlebt haben, ihre persönlichen Schicksale und
Erfahrungen, wichtiger Bestandteil der Sammlung sowie der
Vermittlungsarbeit.
… mehr
Sachzeugen Sammlung
Über 200.000 Gebrauchsgüter in mannigfaltigsten Formen und aus
verschiedensten Materialien wurden als Objekte der
Sachkultur mit dem Schwerpunkt DDR-Alltag
gesammelt.
Größere Sammlungsbestände, wie z. B.
Möbel, Geschirr u. a. Hausrat,
Haushaltswäsche, Reinigungsmittel
und Kosmetika, Kleidung, Pelze,
Spielzeug, Werkzeuge, Fototechnik u.
a. technische Geräte, gehören ebenso
zum Depot wie diverse Bücher,
Schulbücher
und Unterrichtsutensilien, original verpackte DDR-
Konsumgüter sowie Verpackungsmaterialien von HO,
Konsum und privaten Händlern.
Ganze Sortimente von Gegenständen aus Plaste oder
Aluminium, von Kleidung aus "Präsent 20" oder "Malimo",
von Robotron-Fernsehgeräten und Stern-Radios lassen
spezifische DDR-Sachkultur lebendig werden.
Das Hauses der AlltagsGeschichte verfügt über
eine einmalige Sammlung zur mitteldeutschen
Alltags- und Sozialgeschichte.
SAMMLUNG
Gebrauchsgüter als Objekte der Sachkultur mit
dem Schwerpunkt DDR-Alltag.
Die Vier Säulen eines Museums Sammeln | Bewahren | Forschen | Vermitteln
Die erste Aufgabe eines Museums besteht darin, Sammlungen zu erstellen und zu pflegen. Es sammelt und bewahrt Objekte,
Kunstwerke oder andere Artefakte, die für seine Sammlung von Bedeutung sind. Diese Sammlungen können historische, kulturelle oder
wissenschaftliche Objekte umfassen.
Die zweite Aufgabe ist es, diese Sammlungen für die Zukunft zu bewahren. Dies beinhaltet den Schutz und die Erhaltung der Objekte vor
Schäden oder Verfall. Museen verwenden spezielle Techniken und Methoden, um sicherzustellen, dass die Objekte in einem guten
Zustand bleiben und für kommende Generationen zugänglich sind.
Die dritte Aufgabe besteht darin, Forschung durchzuführen. Museen betreiben oft eigene Forschungsprojekte oder arbeiten mit
Wissenschaftlern zusammen, um mehr über ihre Sammlungen zu erfahren. Durch Forschung können neue Erkenntnisse gewonnen
werden, die das Wissen über bestimmte Themen erweitern.
Die vierte Aufgabe ist die Vermittlung von Wissen. Museen nutzen ihre Sammlungen und Forschungsergebnisse, um Bildungsarbeit zu
leisten. Dies kann durch Dauer- und Sonderausstellungen geschehen, aber auch durch Führungen, Workshops oder andere
pädagogische Aktivitäten. Das Ziel ist es, das Wissen über die Sammlungen des Museums mit der Öffentlichkeit zu teilen und das
Verständnis für verschiedene Themen zu fördern.
Zusammenfassend ist es die Aufgabe eines Museums, Sammlungen zu erstellen und zu pflegen, diese für die Zukunft zu bewahren,
Forschung durchzuführen und das gewonnene Wissen mit der Öffentlichkeit zu teilen.
MUSEUM
AUSSTELLUNG
PUBLIKATIONEN
Haus der AlltagsGeschichte
Mi- So:
11:15-17:00 Uhr
Feiertags:
11:15-17:00 Uhr
Tel:
03491-40 90 04
Adresse:
Schlossstraße 6,
D-06886 Luth. Wittenberg
E-Mail:
service@pflug-ev.de